Machtinstrument Kamera

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Friedlich hängen sie an U-Bahn-Decken und Bahnhöfen, blicken uns von Geldautomaten oder Häuserfassaden entgegen – die Überwachungskameras. Immer häufiger sind sie heute auch im privaten Bereich zu finden, an den Eingängen zu Privathäusern, Fabriken und Bürogebäuden. In Großstädten ist es kaum noch möglich unbewacht über die Straße zu laufen. Kameras übernehmen die Funktion eines allgegenwärtigen Wärters, der kontinuierlich beobachtet. Potenzielle Täter sollen durch die Kamera abgeschreckt werden. Sie wird als Instrument polizeilicher Gewalt akzeptiert, da sie unserer Sicherheit dient.
Die ständige Überwachung ist keine Idee des 21. Jahrhunderts. Bereits im 18. Jahrhundert entwirft der Philosoph Jeremy Bentham Pläne für ein Gefängnis nach dem von ihm entwickelten „Panopticon“-Prinzip, in dem sich die Gefangenen rund um die Uhr beobachtet fühlen sollen. Weiterlesen „Machtinstrument Kamera“